
Die Zuckerindustrie hat über Jahrzehnte gezielt die Risiken von Zucker verharmlost und stattdessen andere Faktoren – insbesondere Fette – als Hauptursache für Gesundheitsprobleme wie Übergewicht und Herzkrankheiten dargestellt.
Bereits in den 1960er-Jahren finanzierten Zuckerunternehmen Studien, die Fette als Hauptschuldigen für Herzkrankheiten darstellten, während die negativen Effekte von Zucker heruntergespielt oder verschwiegen wurden.
Ein berühmtes Beispiel ist eine 1967 veröffentlichte Harvard-Studie, die von der Zuckerindustrie mitfinanziert wurde. Sie beeinflusste die öffentliche Meinung und führte dazu, dass jahrzehntelang fettarme, aber zuckerreiche Produkte als „gesund“ galten. Diese Fehlleitung trug zur weltweiten Adipositas- und Diabetes-Epidemie bei.
Auch große Lebensmittelkonzerne nutzten gezielt Marketing, um Zucker als harmlos oder sogar als Energiequelle für ein aktives Leben darzustellen. Slogans wie „Zucker gibt Kraft“ oder „Light-Produkte“ suggerierten, dass Zucker unproblematisch sei – obwohl der hohe Konsum erwiesenermaßen Entzündungen, Insulinresistenz und beschleunigte Zellalterung fördert.
Bis heute beeinflusst die Zuckerindustrie politische Entscheidungen, verhindert strengere Regulierungen und finanziert Studien, die Zucker verharmlosen. Erst in den letzten Jahren wird zunehmend bekannt, wie massiv die Wissenschaft und Verbraucher über Jahrzehnte in die Irre geführt wurden.